Video-Workshop: Vibrato – Der Stimme mehr Gefühl verleihen
Dezember 26th, 2008 by Daniel
Heute wollen wir anhand von zwei Songs (einer für Frauen, einer für Männer) eine Gesangstechnik mit dem Namen Vibrato isoliert betrachten. Unter Vibrato versteht man – dies kann man übrigens auch in unserem Lexikon nachlesen – das wellenartige Schwingen eines Tones in Tonhöhe und Lautstärke. Wie sich dieses „wellenartige Schwingen“ in der Praxis anhört, möchte ich euch am Beispiel von Whitney Houstons „I Will Always Love You“ veranschaulichen:
Schon in den ersten 30 Sekunden könnt ihr sehr deutlich hören, wie ein Ton klingt, der wellenartig flattert. Das ist das Vibrato.
Dass dieser Stimmeffekt abseits der klassischen Musik auch für Sänger Sinn macht, beweist der Song „Land Of The Miracle“ von Edguy:
Auch hier können wir uns in den ersten 30 Sekunden ein gutes Bild von der Ausdruckskraft des Vibratos machen. Durch Vibrato erhalten diese Songs Gefühl und Seele.
Vibrato lernen
Bis ihr ein gutes Vibrato erzeugen könnt, benötigt ihr regelmäßige Übung. Haltet euch bitte genau an die Übungsanweisungen, es existieren nämlich zahlreiche Wege, sich ein falsches Vibrato anzueignen, das man dann nicht so einfach wieder los wird. Man flattert weder mit Kiefer noch mit Bauch, alles bleibt gerade und ruhig. Whitney wackelt sehr häufig mit dem Kiefer, macht das bitte nicht nach, auch wenn es bei ihr noch so gut klingt.
Nun schauen wir uns erstmal an, welche 2 Techniken James Meny – der übrigens beim selben Lehrer Gesangsunterricht hatte wie Stevie Wonder – in den Videos vorstellt, um Vibrato zu lernen.
Videos mit James Meny
Weil Vibrato bedeutet, wellenartig zwischen (in diesem Video) 2 Tönen zu schwingen, (oszillieren) schlägt James vor, eine Hand auf den Magen zu legen und durch leichte Vibration den Körper in eine Art künstliche Schwingung zu versetzen, so dass wir ein besseres Gefühl für das Schwingen der Töne beim Vibrato gewinnen. Wichtig dabei ist, den geraden Ton durchgehend zu halten, während er schwingt und die Hand vibriert. Versucht dabei ein grobes Gefühl dafür zu entwickeln, was in eurem Körper passiert und widmet euch anschließend der zweiten Übung.
In der zweiten Vibrato-Technik geht es ganz konkret um das Schwingen zwischen 2 Tönen:
Im Durchschnitt schwingt ein geübtes Vibrato ungefähr 6 mal pro Sekunde zwischen den Tönen hin und her. Wir wollen erstmal langsam anfangen.
Deswegen schnappen wir uns erstmal 2 Töne, die wir leicht singen können, zB C und D. Wir singen pro Sekunde einen Ton, von C auf D und wieder zurück, usw. Falls ihr kein Klavier habt, könnt ihr mit diesem Online-Klavier üben.
Wenn wir das gut können, steigern wir unser Tempo und singen 2 Töne pro Sekunde.
Nach und nach steigern wir uns auf bis zu 6 Töne pro Sekunde.
Bitte versucht bei den Übungen sehr genau auf euer Körpergefühl zu achten. Lernt Vibrato zu fühlen, denn Vibrato ist ein Stilmittel, das Songs Gefühl verleiht.
Viel Spaß!
Eine Frage an die Leser: Welche Mittel haben euch geholfen, euer Vibrato zu finden?
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Dezember 26th, 2008 at 23:34
was für ein nachträgliches weihnachtsgeschenk, danke für die mühe und einen guten rutsch
Dezember 31st, 2008 at 20:16
die übungen sind cool, also meiner stimme hats was gebracht
Januar 5th, 2009 at 13:32
[...] möchte, findet mit SingStar und Ultrastar für den PC seinen unkomplizierten Anfang. Und die Gesangstechnik Vibrato haben wir bereits isoliert [...]
März 11th, 2009 at 08:43
Um ein freies, natürliches Vibrato zu erreichen,kann man verschiedene Wege gehen, je nach Ursache der Blockade: 1.) Körperarbeit: Armbewegungen wie Barmixer, Beinezappeln im Sitzen,
‘nasse Hände ausschütteln’, sich hängen lassen an Reck oder Türrahmen 2.) mentale Arbeit: Singen eines Vokals (u in der Höhe, a in der Tiefe) mit der Vorstellung von Schluchzen, Nervosität, Angst, auf schwankenden Schlauchboot sein …
3.) Singen von punktierten Melodien abwärts auf Vokal und gehaltenem Schlusston oder einem Vokalwechsel von u nach o ganz langsam, wobei das Loslassen des u und die Zwischenphase bis zum o gut gefühlt werden sollen.
Am besten geht man zu einem Gesangslehrer oder Stimmbildner und lässt sich eine fundierte Einschätzung, bzw., guten Unterricht geben.